22 Sep

Ein erfolgreiches Fallbeispiel aus Deutschland, wie Haushalte ihre Energiekosten mit VOGEL&NOOT-Know-how auf einen Schlag enorm reduzieren können!

 

Klare Zieldefinition für Temperaturabsenkung
Im vorliegenden Fall entschied sich der Bauherr und Besitzer des Hauses aus dem Jahre 1990 mit insgesamt drei Etagen zu einem Umstieg von seiner alten Ölheizung (70/55) auf eine moderne Wärmepumpen-Anlage (40/35) und zur Umrüstung auf eine Flächenheizung in Kombination mit modernsten Tieftemperaturheizkörpern. Auf diese Weise sollten die Systemtemperaturen der Heizungsanlage drastisch sinken, was einen niedrigeren Energieaufwand sowie geringe Verteilverluste zur Folge haben musste.

 

Einschränkungen erforderten spezielle Lösungen
In der praktischen Planung galt es allerdings, einige einschränkende Faktoren zu berücksichtigen. So wies das Untergeschoss eine zu geringe Deckenhöhe auf, um eine konventionelle Fußbodenheizung einzusetzen bzw. war der Einsatz von Nassestrich nicht möglich. Zusätzlich war der Einbau von Heizkörpern aufgrund von beengten Platzverhältnissen nicht möglich und auch nicht erwünscht.

 

Sanierungsprojekt

Umrüstung von Öl auf Wärmepumpe (70/55 auf 40/35)

 

Speziallösung mit Frässystem fürs Untergeschoss
Es musste also eine Speziallösung für das Untergeschoss her: das eigens für diese Zwecke entwickelte „Frässystem. Dessen Vorteile liegen durch das Einfräsen von Rohrleitungen in den vorhandenen Estrich klar auf der Hand: keine Erhöhung des Fußbodenaufbaues, kein Eintrag von Feuchtigkeit, keine Trocknungszeit, volle Kompatibilität mit allen gängigen Bodenbelägen und ein idealer Verlegeabstand von nur 12,5 cm. Darüber hinaus waren Eigenschaften wie die sehr hohe Heizleistung, die sehr gute Regelbarkeit durch den niedrigen Aufbau und die nahezu 100 % gegebene Staubfreiheit bei der Installation maßgeblich (optimal auch für klinische Bereiche). Zudem kann der Bodenleger unmittelbar mit der Einbringung des Oberbelags fortfahren.

 

Flexibles Frässystem
Dagegen sind die Voraussetzungen für das Frässystem sehr flexibel: Es muss lediglich eine Aufbauhöhe des Bestandsestrich von rund 40 mm für die Fräskanäle vorhanden sein. Klarerweise sollte der Estrich trocken, tragfähig, glatt und egalisiert sein sowie frei von Rohren, Kabeln und Leitungen. In der Praxis wurde eine kurze Ortsbesichtigung zur Überprüfung der Durchführbarkeit vereinbart.

 

Rascher Baufortschritt mit Frässystem
Umgehend konnte die Kanalfräsung in den Bestandsestrich umgesetzt werden, wonach gleich die Fußbodenheizungsrohre in der Dimension 14x2mm in einem Rohrabstand von 12,5 cm verlegt wurden. Danach erfolgte die Montage des Edelstahl-Heizkreisverteilers mit regulierbarem Durchflussmesser. Anschließend wurde die Fußbodenheizung befüllt, entlüftet und eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt. Nach einer Systemeinweisung wurde der Bauherr nochmals auf die 10 Jahre Gewährleistung hingewiesen, die VOGEL&NOOT im Rahmen der FLOORTEC Komplettsystemgarantie auf alle Flächenheizungssysteme gibt.

 

Frässystem

Rascher Baufortschritt mit Frässystem

 

Flexible Lösung mit FLOORTEC Trockensystem im Erdgeschoß
Im Erdgeschoß war der Einsatz für konventionellen Nassestrich nicht möglich, da die statische Belastung durch die geringe Traglast der Holzbalkendecke zu groß gewesen wäre. Die Alternative „Heizkörper“ war hier vonseiten des Bauherrn aus Platzgründen nicht gewünscht. Also entschied sich der ausführende Heizungsbauer für den Einsatz des FLOORTEC Trockensystems von VOGEL&NOOT, dessen Produkteigenschaften den bestehenden Anforderungen entgegenkamen: Das geringe Gewicht von nur ca. 14 kg/m² (inklusive Trockenestrichplatte) und die sehr hohe Belastbarkeit bis 5 kN/m² gaben neben dem Nicht-Eintrag von Feuchtigkeit, dem Wegfall von Trocknungszeiten und der Kompatibilität mit allen gängigen Bodenbelägen den Ausschlag. Auch hier konnte der Bodenleger sofort starten.

 

Niedrige Aufbauhöhe mit Trockensystem
Besonderes Augenmerk wurde auf die sehr gute Regelbarkeit durch den niedrigen Aufbau gelegt, denn mit den 30 mm starken EPS-Elementen, die das 16x2mm-Verbundrohr aufnehmen und der 5-mm-Lastverteilschicht (Strongboard) erreicht man einen Aufbau von nur 35 mm plus Belag – Fliesen, Laminat und Parkett ab 15 mm können direkt verlegt werden. Für den Bauherren war auch die extrem gute Wärmeverteilung und die dadurch gleichmäßige Wärme im Raum wichtig. Diese Anforderung wurde vor allem dadurch erfüllt, da das FLOORTEC Trockensystem in den Wendebereichen über vollflächige Alu-Kaschierung – direkt auf dem Systemelement aufgebracht – verfügt.

 

Trockensystem

Niedrige Aufbauhöhe mit Trockensystem

 

Hohe Regelqualität durch Tieftemperatur-Heizkörper im Obergeschoss
Auf Bauherrenwunsch wurden im Obergeschoss in den Schlaf- und Arbeitsräumen die ULOW-E2-Tieftemperaturheizkörper von VOGEL&NOOT installiert. Diese bieten um bis zu 80 % mehr Leistung als herkömmliche Heizkörper und machen auch bei kompakten Abmessungen und bei Tieftemperaturen unter 40° C schnell regelbare thermische Behaglichkeit möglich. Der ULOW-E2 läuft somit auf dem Temperaturniveau der Fußbodenheizung – sprich: Ein zweiter gemischter Strang entfällt somit (kein Mischer, Pumpe, Regelung usw. nötig).

 

ULOW-E2

Dynamische Leistungssteigerung bei Bedarf durch den ULOW-E2

ULOW-E2: auch statische hohe Leistung
Die hohe statische Grundleistung es ULOW-E2 in Kombination mit bedarfsorientierter, dynamischer Konvektionsoptimierung durch intelligent gesteuerte Heizlüfter. Ein Leistungsvergleich mit verschiedenen Größen verdeutlicht die Größenreduzierung bei gleicher Leistung im angeführten Heizkörper-Beispiel bei 40/35/20 und einer geforderten Leistung von 1000 W:

 

ULOW-E2-Heizkörper 22/600/1800 = 1027 W
Ventil-Heizkörper 22/600/2600 = 1088 W
Ventil-Heizkörper 21/600/3000 = 1029 W

 

 

 

ULOW-E2: dynamische Leistungssteigerung bei Bedarf
Die Schnellaufheizfunktion (Boostbetrieb) des ULOW-E2 bedeutet nochmals höhere Leistungen des Heizkörpers – in unserem Beispiel von 1027 W auf 1247 W.

 

Weitere Vorteile des eingesetzten Heizkörpersystems ULOW-E2 sind die Umschaltmöglichkeiten von Heizen auf Kühlen bzw. auf „Lüften“, die installationsflexible Mittenanschlusstechnologie, die Temperaturdifferenzregelung mittels Raum- und Vorlauffühler (Lüfter laufen erst ab Delta T >3K) und der sehr leise Betrieb (nur ca. 25-28 dB im Komfortbetrieb). Die Betriebsspannung liegt zwischen 5 und 12 V, die Leistung der Ventilatoren bei ungefähr 0,7 W. Darüber hinaus war es dem Bauherrn wichtig, dass die nötige Raumästhetik durch das formschöne Design des mit dem reddot design award ausgezeichneten ULOW-E2 gewährleistet wurde.

 

Fazit: Heizkosten effektiv gesenkt
Die Sanierung dieses Sanierungsobjektes konnte nach den Vorgaben mit jeweils einer anderen Heizfläche problemlos durchgeführt werden. Die Vorgaben an Temperatur, Leistung und Gewicht wurden erreicht und könnten sogar noch um 2 bis 3 K abgesenkt werden, was zu einer zusätzlichen Reduzierung der Betriebskosten führt. Die Reduzierung der Vorlauftemperatur um nur 5 K spart sogar zwischen 10 und 15 % Betriebskosten ein. Gleichermaßen sind die Heizflächen nun auch in der Zukunft in der Lage, Tieftemperaturen effizient an die Räume abzugeben. Dies könnte zum Beispiel bei einer nachträglich installierten Solaranlage der Fall sein. Die Sanierung schont künftig aber nicht nur den Geldbeutel des Betreibers, sondern auch die Umwelt und verbessert damit die Lebensqualität künftiger Generationen.

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