Das RWE Zukunftshaus
14 Okt

Weltweit erstmalig wurde 2013 im deutschen Bottrop mit der klimafreundlichen Sanierung eines kompletten Stadtquartiers mit 70.000 Einwohnern begonnen – das Projekt heißt „Innovation City Bottrop“.


Das Projekt „RWE Zukunftshaus“

Anhand eines Einfamilienhauses wurde hier gezeigt, dass sich auch Bestandshäuser aus den 60ern mittels innovativer Technologie zu Plus-Energie-Häusern aufwerten lassen. Diese erzeugen mehr Energie, als sie verbrauchen, und dienen als Vorbilder für weitere Sanierungen. Die Sanierung sollte laut Planern 90 Prozent Energieeinsparung ermöglichen.

 

Neueste Materialien und modernste Technik bringen das Haus aus den 60er Jahren auf den Stand eines Neubaus von 2020. Während durch Dämmung auf der einen Seite versucht wird, möglichst wenig Energie zu verlieren, soll auf der anderen Seite möglichst viel Energie regenerativ erzeugt werden. Geheizt wird zum Beispiel mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Unterstützt wird das System durch Solarthermie-Module auf dem Garagendach. Die so erzeugte Wärme wird in einen Speicher im Keller eingebracht. Auch Warmwasser wird so erzeugt. Die 60 m²-Photovoltaik-Anlage soll über das Jahr mehr als 8.000 kWh Strom erzeugen. Und damit der auch genutzt werden kann, wenn keine Sonne scheint, wurde im Keller ein Batterie-Stromspeicher eingebaut.

 

ULOW-E2-Tieftemperaturheizkörper

ULOW-E2-Tieftemperaturheizkörper

Niedertemperaturheizkörper ULOW-E2
In einigen Räumen wurden die neuen ULOW-E2- Niedertemperaturheizkörper von VOGEL&NOOT installiert, die mithilfe von intelligent gesteuerten Ventilatoren mit viel geringeren Systemtemperaturen die geforderte Leistung erreichen.  In einigen Räumen wurden die ULOW-E2-Tiefttemperaturheizkörper von VOGEL&NOOT installiert – in den Badezimmern wurden Designheizkörper und ein T6-Planheizkörper eingebaut.

 

Die Kellerdecke wurde mit modernen Vakuum-Dämmplatten verkleidet. Sie finden dort Anwendung, wo auf geringem Raum hohe Dämmwirkung erzielt werden soll. Das Dach wurde mit einer 30 Zentimeter dicken Dämmschicht versehen, die Außenwände wurden mit einem leistungsfähigen Wärmedämm-Verbundsystem ausgerüstet.

 

Intelligentes Gesamtkonzept
Dreifach verglaste Fassadenfenster sind im gesamten Haus Standard. Die Dachfenster sind mit eigenständiger Intelligenz ausgestattet. Die Sensorik erkennt, ob Sommer oder Winter ist, und steuert mit Außenrollos automatisch die Verschattung. So werden die Räume im Sommer nicht zu heiß und im Winter wird die Sonnenwärme eingefangen. Der Clou an den Fenstern ist, dass sie mit den Photovoltaik-Modulen eine optische Einheit bilden. Die Fensterrahmen wurden nicht verschraubt, sondern geklebt. Auch die Rollladenkästen sind von außen angebracht. Um möglichst wenig Wärme beim Lüften zu verlieren, übernimmt ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit Wärmerückgewinnung künftig die Frischluftzufuhr.
Um Strom zu sparen, wurde im ganzen Haus die RWE-SmartHome-Technik eingebaut. Die sorgt dafür, dass zum Beispiel Standby-Geräte ohne Komforteinbußen komplett vom Netz getrennt werden können oder nur dort Licht brennt, wo es gebraucht wird. Auch die Heizung kann so komfortabel und energieeffizient geregelt werden. Technik, die problemlos ohne Bauarbeiten in Bestandsgebäuden nachgerüstet werden kann.

 

Im laufenden Betrieb sollen die einzelnen Maßnahmen auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. So können die Tester herausfinden, welche Maßnahme welchen Einspareffekt bringt.

 

Die VOGEL&NOOT Produkte im RWE Zukunftshaus

Die VOGEL&NOOT Produkte im RWE Zukunftshaus

 

 

Feierliche Eröffnung des RWE Zukunftshauses mit den Projektpartnern

Feierliche Eröffnung des RWE Zukunftshauses mit den Projektpartnern

Gute Ergebnisse nach zwei Jahren
Aus heutiger Sicht sind die hohen Erwartungen bestätigt bzw. wurden sogar 99 Prozent Energieeinsparung erreicht! Auch der Wohnkomfort für die betroffene Familie ist so hoch wie nie zuvor. Zahlreiche Premium-Partner aus der Wirtschaft wie VOGEL&NOOT unterstützten den Bau.

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